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Bericht zur Veranstaltung Rechtsextremismus und Internet

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Am Donnerstag, den 14. 11.13 um 18.30 Uhr fand in der Aula des Gymnasiums eine Veranstaltung zum Thema „Rechtsextremismus und Internet“ mit Herrn
Johannes Baldauf von der Amadeu-Antonio-Stiftung aus Berlin statt. Für die Amadeu Antonio Stiftung referierte er über die Erscheinungsformen von Neonazis und wirkungsvolle Gegenstrategien in Sozialen Netzwerken.

In seinem Vortrag ging Hr. Baldauf auf die Tricks der rechtsextremen Auftritte im Internet ein. Anhand vieler Beispiele zeigte er auf, mit welchen Mitteln Internetnutzer auf Webseiten mit rechtsextremen Hintergrund gelockt werden. In vergangenen Jahren waren diese Seiten meist sofort gut zu erkennen, weil es viele Bezüge zum Nationalsozialismus gab, teilweise auch mit sehr provokanten Inhalten. Mittlerweile sind viele der Webauftritte von Rechtsextremen, insbesondere bei den sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter nicht mehr direkt als Inhalte mit rechtsextremen Hintergrund zu erkennen. Es werden soziale Themen (z.B. Kindermißbrauch) in den Vordergrund gestellt, die zunächst Zustimmung beim Leser erzeugen sollen. Es wird klar mit der Strategie gearbeitet, dass Sympathie erzeugt wird. Beim Like-Button in Facebook wird die Information genutzt, um gezielt auch Nutzer anzusprechen um sie dann in Aktivitäten in der Offline-Welt einzubinden.

Dass die neue Strategie erfolgreich ist, ist an den "Likes" bei Facebook gut zu erkennen. Hier eine Auflistung der Parteien bei Facebook kurz vor der Bundestagswahl 2013:

Partei Likes (ca.) bei Facebook
CDU 75.000
SPD 60.000
FDP 25.000
NPD 52.000
AFD 88.000

Die Zahlen zeigen, wie sich die Aufmerksamkeit der Internetnutzer auf die Angebote der Parteien bei Facebook aufteilt.

Weiterhin führte Hr. Baldau auf, dass es mittlerweile in Europa zu einer neuen Rechten gekommen ist, die einen Kulturrassismus propagiert.

Hier einige weiterführende Links:

no-nazi.net

Amadeu-Antonio-Stiftung

Bericht auf echo-online "Mit Doppelbödigkeit auf Stimmenfang"