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Protokoll vom 14.05.2012

Kategorie:

Ort: Gymnasium Gernsheim, Aula
Beginn: 20:00 Uhr Ende: ca. 22:15 Uhr
Anwesende: s. Anwesenheitsliste (nicht beigefügt)
Der Vorsitzende Herr Dr. Renner eröffnete die Sitzung und begrüßte die Anwesenden.
 
TOP 1: Genehmigung der Tagesordnung und des Protokolls der letzten SEB-Sitzung
Die Tagesordnung und das Protokoll der letzten Sitzung wurden genehmigt.
 
TOP 2: Bericht der Schulleitung (Frau Faller, Herr Hahn)

  1. Kulturschule

Der Schulbesuch durch das Hessische Kultusministerium hat bereits stattgefunden. Es ist schwierig, abzuschätzen ob das Gymnasium Gernsheim in das Programm aufgenommen wird, da es viele Mitbewerber gibt.

  1. Gymnasiale Oberstufe im Südkreis

Nachdem die Entscheidung für eine neue gymnasiale Oberstufe an einem weiteren Rüsselsheimer Gymnasium schon fast feststeht, wird auch über die Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe für den Südkreis (Groß-Gerau bis Gernsheim) diskutiert. Eine Notwendigkeit dazu sehen z.B. die Martin-Niemöller-Schule in Goddelau und die Martin-Buber-Schule in Groß-Gerau.
Die Schulleitung des Gymnasiums Gernsheim sieht eine solche Notwendigkeit nicht und will vielmehr die eigene Schule öffnen für Abgänger von Realschulen und Gesamtschulen. Eine weitere Oberstufe in Groß-Gerau könnte eine Abwanderung von Schülern nach der Mittelstufe nach sich ziehen. Das würde dazu führen, dass das Angebot an Kursen in der Oberstufe nicht in der bisherigen Breite aufrechterhalten werden könnte.
Eine Nachfrage von Elternvertretern, ob die Rückkehr zu G9 für das Gymnasium ein Thema wäre, ergibt, dass das Gymnasium keine Wahlfreiheit hat, dies sei nur kooperativen Gesamtschulen möglich.

  1. E-Phase der Oberstufe

Die Schule plant eine stärkere Unterstützung für Schüler in der E-Phase, um Lücken und Ungleichheiten zu kompensieren. Dies soll ab übernächstem Schuljahr umgesetzt werden.
Als neues Angebot soll Spanisch als zusätzliche Fremdsprache auch in der E-Phase (neu) gewählt werden können.

  1. Klasseneinteilung / Lehrersituation

Für das kommende Schuljahr 2012/2013 wird es in der Jahrgangsstufe 5 bei 127 Anmeldungen fünf neue Klassen geben, darunter wieder eine Bläserklasse und eine Streicherklasse.
Für die Jahrgangsstufe 7 wird es wieder eine bilinguale Klasse geben mit 25 Kindern.
Die jetzige Jahrgangsstufe 8, die siebenzügig geführt wird, wird im kommenden Schuljahr voraussichtlich nur noch 195 Schüler haben. Diese Anzahl ist zu gering, um weiterhin sieben Klassen zu bilden. Unter Umständen sind die Klassen deswegen neu aufzuteilen, da hier der Klassenteiler 33 noch relevant ist. Eine genaue Aussage kann allerdings erst dann getroffen werden, wenn klar ist, wie viele Kinder aus der jetzigen Jahrgangsstufe 9 die Klasse wiederholen werden.
Herr Hahn berichtet, dass auch im kommenden Schuljahr der Fachunterricht abgedeckt werden kann, die genaue Stellensituation ist noch nicht ganz klar.

  1. Schwerpunkt Informatik

Es ist geplant, neben den bestehenden Angeboten im musisch-künstlerischen Bereich einen Schwerpunkt auf Informatik zu legen. Dies könnte die Schule mit ihren personellen und sächlichen Ressourcen abdecken. Dieser Schwerpunkt soll zwei Bereiche abdecken:

  • Medienerziehung, z.B. um für die Verantwortung für die eigenen Daten zu sensibilisieren (ab Klasse 5) und soziale Verantwortung (Jgst. 5 und 7)
  • Informationstechnik: Umgang, Bedienung und Funktionsweise von Computern und Programmen.

Dazu würde Informatik bereits ab der Klasse 5 als konstantes Angebot in den Stundenplan aufgenommen werden (bisher nur Pflicht in der Jgst. 7). In Informatik soll dann auch eine Abiturprüfung abgelegt werden können.

  1. Sonstiges

Bundesjugendspiele: Der Termin am 15.05. ist wegen schlechter Wettervorhersage abgesagt worden. Ein Ersatztermin wird zwar gesucht, es kann jedoch sein, dass die Bundesjugendspiele klassenweise im Rahmen des normalen Sportunterrichts durchgeführt werden.
Elternvertreter schlagen vor, von vornherein einen Ausweichtermin einzuplanen – dies wird jedoch wegen enger Zeitpläne im Sommerhalbjahr schwierig werden. Unabhängig davon überlegt die Schule, ob die Bundesjugendspiele grundsätzlich nur noch innerhalb der Klassen im Sportunterricht stattfinden sollen.
 
TOP 3: Bericht des Vorstands des Schulelternbeirats

  1. Bericht des Vorstandes:

Herr Renner gibt einen Überblick über die Tätigkeiten und Termine des Vorstandes des Schulelternbeirates, unter anderem die Teilnahme an der Schulkonferenz mit dem Themenschwerpunkt „Schulordnung“, Teilnahme an der Begehung im Rahmen der Bewerbung als Kulturschule, regelmäßige Treffen mit der Schulleitung, Teilnahme an Fachkonferenzen etc.
Frau Burkard legt den Kassenbericht vor [...].

  1. Bericht der Arbeitsgruppe „Schulhof AG“

Frau Andel berichtet, wie die Vorschläge der Schüler umgesetzt werden und erläutert, an welchen Orten die geplanten Sitzmöglichkeiten und Basketballkörbe aufgestellt werden sollen. Eine zusätzliche Tischtennisplatte ist bereits aufgestellt, die weitere Möblierung befindet sich noch in der Ausschreibung.
 
TOP 4: Korrekturdauer für Arbeiten, Terminierung von Wiederholungsarbeiten
Regelungen dazu finden sich in der Verordnung zur Gestaltung des Schulverhältnisses, §§ 33 und 34.
Danach sind als Korrekturdauer maximal 3 Wochen vorgesehen. Die Termine und der inhaltliche Rahmen schriftlicher Arbeiten sind rechtzeitig, mindestens fünf Unterrichtstage vorher, bekannt zu geben. Dies gilt auch für die Ankündigung von Terminen für Wiederholungsarbeiten.
Haben Kinder wegen einer Erkrankung o.Ä. eine Klassenarbeit nicht mitgeschrieben, ist es in das Ermessen des Lehrers gestellt, ob die Kinder die Arbeit nachschreiben, auf das Nachschreiben verzichtet wird oder eine Ersatzleistung verlangt wird. Ist die Arbeit nachzuschreiben, kann das bedeuten, dass das betreffende Kind in einer Woche unter Umständen mehr als drei Arbeiten schreiben muss. Nachschreibearbeiten können jederzeit angesetzt werden. So kann es vorkommen, dass ein Kind am ersten Tag, an dem es nach einer Erkrankung wieder zur Schule kommt, eine Arbeit nachschreiben muss (außer bei langdauernden Erkrankungszeiten).
Elternvertreter berichten von einer Klasse, in der mehrfach Lateinarbeiten wiederholt wurden. Hier war die Terminierung für die Wiederholung zu kurzfristig. Die Frage, ob vor einer Wiederholung der Unterrichtsstoff aufgearbeitet werden sollte, wird von Frau Faller bejaht. In diesem konkreten Fall wird es demnächst einen Elternabend mit der Schulleitung geben.
Auch durch eine andere Elternvertreterin wird die Schule aufgefordert, tätig zu werden, um Lücken aufzufüllen, wenn ein Lehrer den Lehrstoff nicht ausreichend vermittelt. Es gehe nicht an, dass 60 % einer Klasse Nachhilfe nehmen müssen und bei mehreren Kindern allein wegen der Versäumnisse in diesem Fach die Versetzung gefährdet sei.
Um solche Eskalationen zu vermeiden, bittet Frau Faller, rechtzeitig mit der Lehrkraft das Gespräch zu suchen und ggf. den Schulelternbeirat und / oder die Schulleitung einzubeziehen.
Auf die Frage nach einem regulären Wechsel der Lehrkräfte erläutert Herr Hahn, dass in der Mittelstufe nach der Verkürzung auf G8 nicht mehr „automatisch“ nach der 8. Klasse ein Lehrerwechsel stattfindet. Derzeit gibt es keine einheitliche Handhabung, es gebe Argumente für und gegen einen Wechsel nach der 8. Klasse – dagegen spricht vor allem, dass der neue Lehrer die Kinder dann nur noch ein Schuljahr, nämlich in der Abschlussklasse der Mittelstufe, unterrichten wird.
 
TOP 5: Genehmigung der neuen Schulordnung
Die Schulkonferenz hat über den Entwurf abgestimmt, Änderungen können noch eingearbeitet werden. Frau Faller stellte einige Änderungsvorschläge vor. Die wichtigsten Diskussionspunkte waren:

  • Elternvertreter wünschen Beispiele zu den pädagogischen Maßnahmen, da „gravierender Regelverstoß“ zu unklar sei und sonst die Gefahr von willkürlich verteilten gelben Karten bestehe.
  • Die Formulierungen werden als zu wenig schülergerecht empfunden, vor allem für Schüler der Unterstufe. Insgesamt wird bemängelt, dass die Ausdrucksweise zu abstrakt sei und in Richtung Amtsdeutsch gehe, die Schüler würden zu wenig angesprochen und einbezogen.
  • Vorschlag, zu jedem Absatz Erläuterungen zu formulieren, die dann in einem separaten Dokument nachzulesen sind – ähnlich einem Frequently-Asked-Questions-Katalog.

Frau Faller erläutert, dass die Schulordnung einmal pro Schuljahr vom Klassenlehrer mit den Schülern besprochen wird. Dabei können auch Verständnisfragen erläutert und Beispiele gegeben werden. Es ist auch üblich, dass in der Jahrgangsstufe 5 Klassenregeln erstellt werden, dabei werden abstrakte Regeln konkretisiert.
Das Schulgesetz sehe auch keine konkreten Maßnahmen für bestimmte Regelverstöße vor. Bei der Aufnahme von Beispielen für Regelverstößen wird der Pflegeaufwand zu hoch, da sich Regelverstöße im Laufe der Zeit ändern. Auch kann eine Aufzählung nie erschöpfend sein. Das System der gelben und roten Karten steht in der Tradition dieser Schule und ist breit gefächert.

  • Fotoverbot gilt generell. Ausnahmen sind nur für schulische Zwecke erlaubt.
  • Handyverbot im Unterricht: dieser Punkt war unter den Eltern nicht strittig. Wichtig war, dass Ausnahmen in besonderen Fällen (z.B. Unterrichtsausfall) nach Absprache mit dem Lehrer gestattet sind.

Abstimmung: die vorgelegte Schulordnung wurde bei zwei Enthaltungen angenommen.
Die endgültige Entscheidung wird die Schulkonferenz treffen.
 
TOP 6: Verschiedenes

  • Praktikumstermine 10. Klasse: werden durch die PoWi-Lehrer kommuniziert (s.a. Kalender auf der Homepage: 28.01. bis 08.02.2013).
  • Klassenarbeiten: Die Bewertung der einzelnen Aufgaben muss ersichtlich sein, lediglich eine Gesamtpunktzahl für die gesamte Arbeit genügt nicht.
  • Information zum Thema „soziale Netzwerke“ und Medienkompetenz: die Elternvertreter wünschen eine Information auch für Eltern zu diesem Thema. Der Elternbeirat wird in Abstimmung mit der Schule versuchen, hierzu einen Informationsabend zu organisieren.

Herr Renner schloss die Sitzung um 22:15 Uhr und wünschte einen guten Nachhauseweg.
Protokoll: Ellen Schaffner