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Protokoll vom 9.04.2013

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Ort: Gymnasium Gernsheim, Aula
Beginn: 20:00 Uhr Ende: ca. 21:45 Uhr
Anwesende: s. Anwesenheitsliste (nicht beigefügt)
Der Vorsitzende Herr Dr. Renner eröffnete die Sitzung und begrüßte die anwesenden Elternvertreter und die Schulleitung.
 
TOP 1: Genehmigung der Tagesordnung und des Protokolls der letzten SEB-Sitzung
Die Tagesordnung und das Protokoll der letzten Sitzung vom 19.02.2013 wurden genehmigt.
 
TOP 2: Abstimmung zu G8 / G9 / Schulversuch (Frau Faller)
Frau Faller berichtet, dass die Gesamtkonferenz sich nach ernsthafter Diskussion mit großer Mehrheit gegen den Schulversuch und für G9 entschieden hat. Ausschlaggebend hierfür waren die Auswirkungen auf das Schulprofil mit musikalischem Schwerpunkt, bilingualem Zug und der Wahlmöglichkeit bei der zweiten Fremdsprache. Ebenso wollte die Gesamtkonferenz dem allgemeinen Elternwillen gerecht werden, der sich vielfach für G9 ausgesprochen hatte und sie verspricht sich von G9 bessere Förderungsmöglichkeiten für die Schülerinnen und Schüler.
Handlungsgrundlage für die Umstellung auf G9 sind die Gesetzesgrundlage und die Ausführungs-bestimmungen im Amtsblatt 1/2013. Der Antrag auf Organisationsänderung für das Schuljahr 2014/2015 muss bis zum 30. September 2013 gestellt werden, d.h. die Beschlüsse der Schulgremien müssen vorliegen, das Einvernehmen mit dem Schulträger muss hergestellt sein und die Genehmigung des Kultusministeriums muss vorliegen.
Bedingung für die Umstellung von G8 auf G9 ist, dass diese im Schuljahr 2014/2015 beginnt. Die Jahrgangsstufen, die bereits im System sind, werden nicht umgestellt. Hierzu ist eine Klage anhängig, eventuell wird es deshalb noch eine Änderung geben.
Für die Umstellung auf G9 muss das Gymnasium konzeptionelle Vorarbeiten leisten. Das Curriculum für G9 unter den Bedingungen der Kompetenzorientierung und der Bildungsstandards muss überarbeitet werden. Laut Frau Faller wird es nicht darum gehen, mehr Inhalte darin unterzubringen.
Die Organisation durch die Schulleitung betrifft die Stundentafel, die Berücksichtigung des musikalischen Schwerpunktes und des bilingualen Zuges sowie die Fremdsprachenfolge (inkl der Frage nach einem Angebot in der dritten Fremdsprache bereits wieder in Jahrgangsstufe 9). Auch der Wahlunterricht muss anders organisiert werden. Bisher betraf er nur die Klassen 6 und 7, zukünftig werden 4 Stunden in den Jahrgangsstufen 9 und 10 benötigt – dadurch Entfall von sozialem Lernen und Informatik in den unteren Jahrgangsstufen.
Auswirkungen werden in folgenden Bereichen erwartet:

  • Fahrtenkonzept: bisher gab es Fahrten in den Klassen 6, 7 und 9 – hier ist der Wunsch zu berücksichtigen, dass am Ende der Mittelstufe (dann wieder Klasse 10) eine Abschlussfahrt durchgeführt wird. Daneben ist zu überlegen, wann das politische Seminar stattfinden wird und ob das Betriebspraktikum eventuell bereits in der Mittelstufe verlegt wird. Dabei ist zu berücksichtigen, dass 5 Jahre Umstellungsphase vor uns liegen.
  • Raumkonzept: bei einer um einen Jahrgang erhöhten Anzahl von Klassen werden wieder mehr Räume benötigt. Das Raumangebot wird daher weniger großzügig zur Verfügung stehen.
  • Lehrbucheinsatz: es wird nicht von Anfang an mit neuen G9-Büchern gearbeitet werden, die bisherigen G8-Bücher kommen zunächst weiter zum Einsatz, werden aber nicht mehr nur in der zugeordneten Jahrgangsstufe benutzt.
  • Ganztagsangebot: dieses ist wahrscheinlich nicht betroffen, da es unabhängig von G8 und G9 nachgefragt wird.

Probleme sieht die Schulleitung vor allem für die Repetenten (Wiederholer) des letzten G8-Jahrgangs:

  • Verlust von 2 Jahren bei Wiederholungen in den Jahrgangsstufen 5 bis 10
  • Nulljahrgang für Repetenten der E-Phase und Übergänger aus der Realschule
    • Letzter G8-Jahrgang ist bereits in Q1
    • Erster G9-Jahrgang ist in Stufe 10
    • Jahrgang in der E-Phase fehlt
    • eventuell ist dies durch die Kooperation mit anderen Schulen zu lösen
  • Nichtbestehen des Abiturs im letzten G8-Jahrgang: eine Anfrage von Frau Faller beim Kultusministeriums zu dieser Problematik brachte kein Ergebnis.

Im Anschluss an diese Darstellung ergab sich eine lebhafte Diskussion, da sich viele Elternvertreter gewünscht hatten, dass das Gymnasium beantragt, in den Schulversuch aufgenommen zu werden. Die Beweggründe der Gesamtkonferenz für die Entscheidung gegen den Schulversuch wurden noch einmal ausführlich dargestellt. In der Diskussion wurde herausgestellt, dass eine Einführung des Schulversuchs gegen das Votum der Lehrerschaft nicht möglich ist und der gewünschte Wechsel (weg vom reinen G8) nur noch mit der Einführung von G9 erreichbar ist.
Antrag der Schulleitung: Das Gymnasium beantragt ab Schuljahr 2014/2015 die Einführung von G9
Ergebnis der Abstimmung:

  • Zustimmungen: 25
  • Ablehnung: 1
  • Enthaltungen: 3

Damit wurde der Antrag der Schulleitung angenommen.
Für das Protokoll wurde festgehalten, dass bei einem Antrag auf Einführung des Schulversuches (G8 und G9 parallel) die Mehrheit der Elternvertreter diesem Antrag zugestimmt hätte (18 Stimmen dafür, 6 dagegen, 5 Enthaltungen).
 
TOP 3: Ausblick auf das neue Schuljahr (Herr Hahn)

  • Anmeldungen Klasse 5: per 09. April liegen 149 Anmeldungen vor. Es werden fünf Klassen gebildet, wobei die Kinder nicht entsprechend ihrer Grundschulklassen zusammenbleiben können. Wegen der maximal zulässigen Klassenstärke von 30 Schülern, müssen die Kinder aufgeteilt werden.
  • Einteilung Jahrgangsstufe 7: Die Einteilung erfolgt tendenziell wieder nach Französisch / Latein und bilingualem Zug. Gemischte Klassen (außer bei bilingual und Bläsern) können nicht für alle Klassen angeboten werden, da dazu mehr Lehrerstunden benötigt werden als der Schule zustehen.
  • Neubildung der Klassen in der E-Phase: die Klassenzusammenstellung wird von Herrn Horlebein vorgenommen. Als Tendenz zeichnet sich ab, dass sie entsprechend der Wahl der Naturwissenschaften erfolgt.
  • Lehrerversorgung: Im Fachbereich 3 (mathematisch-naturwissenschaftlich) wird sich das Angebot an Lehrkräften wegen Familienpausen und Auslandsaufenthalten verringern. Daher werden Lehrer mit Fächern im Fachbereich 3 verstärkt für diese Fächer herangezogen werden. Im sprachlichen Bereich ist die Lehrerversorgung ausreichend und für das Schuljahr 2014/2015 wird insgesamt wieder eine ausgewogenere Lehrerversorgung erwartet.

 
TOP 4: Verschiedenes

  1. Arbeitskreis „Gesunde Schule“
    Frau Bourquin als Mitglied des Arbeitskreises berichtet, dass es erneut ein Treffen des Arbeitskreises mit Schülern, Lehrern, Eltern und OASE-Vertretern gab, wobei Erreichtes dargestellt wurde und Pläne für zukünftige Angebote aufgezeigt wurden. Ziel ist eine bessere Kommunikation darüber, welche Angebote bestehen. Dazu soll ein Organigramm erstellt werden, um die Vernetzung aufzuzeigen; z.T. ist dies im Schulprogramm dargestellt. Der Arbeitskreis wünscht sich, dass die Schulleitung darstellt, dass sie den Arbeitskreis unterstützt.
    Frau Faller berichtet, dass die Schule das Zertifikat „Gesunde Schule“ beantragt hat.
    Der Arbeitskreis erhofft sich eine Verbesserung hinsichtlich Sauberkeit, Benehmen der Schüler untereinander und einen pfleglichen Umgang mit der Einrichtung.
    Als Möglichkeit, das Angebot des Arbeitskreises darzustellen wurden aufgezählt:
  • Flyer in den „Einschulungsmappen“ der Fünftklässler
  • Bei anderen Jahrgangsstufen: Flyer auf den Elternabenden zu Beginn des Schuljahres verteilen.
  1. Diverse Themen:
  • Schulordnung: Nachfrage, warum minderjährige Oberstufenschüler ein ärztliches Attest benötigen, wenn sie eine Klausur wegen Krankheit nicht mitschreiben können: laut Frau Faller wird dies seit vielen Jahren so gehandhabt und bei der Diskussion zur überarbeiteten Schulordnung im Jahr 2012 gab es dazu keine Änderungswünsche. Sollte nun Bedarf für eine Änderung bestehen, muss eine Änderung der Schulordnung beantragt werden.
    Herr Renner kündigt an, diesen Punkt in der nächsten Elternbeiratssitzung zu besprechen.
  • Fahrtkostenerstattung für Schüler der E-Phase: der Schulträger hat nach Auskunft von Frau Faller seine Praxis bisher nicht geändert, es gibt daher weiterhin keine Erstattung.
  • Schulfest: ein Elternteil moniert, dass der unter 16jährigen Tochter alkoholhaltige Cocktails verkauft wurden. Der Stempel, der Schüler ab 16 Jahre ausweist, soll besser beachtet werden.
    Nachtrag: Wie Frau Faller im Nachgang zur Sitzung informierte, hat sie recherchiert, dass es beim Schulfest keine alkoholhaltigen Cocktails gab. Eventuell war der Winterball in der Stadthalle gemeint. Nach Auskunft der SV wurde an Minderjährige kein Alkohol ausgegeben. Die eingesetzte Securityfirma hat aber leere Flaschen vor der Stadthalle festgestellt – eventuell haben Minderjährige dort Alkohol konsumiert, der von volljährigen Besuchern beschafft wurde. Dies entzieht sich jedoch der Kontrolle der Veranstalter.
  • Englandaustausch: In der achten Klasse konnten 2013 nur 4 Kinder am Englandaustausch teilnehmen. Es wird nachgefragt, ob es die Möglichkeiten gibt, auch mit anderen englischen Schulen einen Austausch zu organisieren. Frau Faller erläutert, dass in England derzeit keine weitere Schule gefunden werden kann, eher wäre Skandinavien als Austauschland (dort gute englische Sprachkenntnisse) anzuwählen (dies wird vom Gymnasium aber nicht beabsichtigt). Gleiches gilt für Frankreich, da Deutsch als Fremdsprache dort nicht mehr gefragt sei; lediglich aufgrund der langen und guten Städtepartnerschaft mit Bar-sur-Aube sei ein funktionierender Austausch vorhanden.

Herr Renner schloss die Sitzung gegen 21:45 Uhr und wünschte einen guten Nachhauseweg.
Protokoll: Ellen Schaffner